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Keinzigartiges Lexikon (etkbooks 049)

Keinzigartiges Lexikon

Giuliano Musio / Manuel Kämpfer
Mit einem Nachwort von Armin C. Kälin

 
 

Warum bekommt der Tausendsassa mehr Aufmerksamkeit als der Hundertsassa? Was geschieht bei einer Entletzung, also einer umgekehrten Verletzung? Was führte zum Aussterben des Eichhorns, des furchterregenden Urahns des Eichhörnchens? Und wie lebt ein einzelnes Leut? Dieses Lexikon klärt auf.
Giuliano Musio geht in seinen Wortbildungen von dem Bekannten auf die Suche nach dem Unbekannten, das oft nur eine Kopfdrehung danebenliegt. Ausgangspunkt sind sogenannte unikale Morpheme, wie das »Him« in »Himbeere«. Es sind Wortbestandteile, die nur in einem einzigen Begriff vorkommen. Musio befreit die Wörter aus dieser Einzigartigkeit, indem er ihre heimlichen Verwandten in den Fokus rückt: die Mondschnuppe, den Erdikus und das Dünnicht, kunterschwarzweiß und klitzegroß. Die Illustrationen von Manuel Kämpfer vervollständigen auf schöpferische Weise diese Mängelliste für die Wörter und die Welt. Die Einträge sind nicht nur voller Sprachspiele, Witz und Wahnsinn, sie regen auch dazu an, sich zu fragen, was das Ausgangswort und das neu gefundene eigentlich bedeuten und wie sich das alte durch die Spiegelung mit dem neuen wundersam wandelt.

 

Leseprobe (PDF)

 

Oktober 2018, 122 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-49-2, €16 / 20 SFr
Mit zahlreichen Illustrationen

 

«Also» sprach Zarathustra (etkbooks 050)

Zählung, Dichtung, Diagramme

Friedrich Nietzsche
 
Visualisiert von Hartmut Abendschein
Mit einem Nachwort von Frank Fischer

 
 

“In allen, die Nietzsches «Also sprach Zarathustra» gelesen haben, dürften die adverbial gebrauchten vier Buchstaben ›also‹ vieltönig nachsummen und nachklingen. «Man darf vielleicht den ganzen Zarathustra unter die Musik rechnen», schreibt Nietzsche auch in seiner Selbsterklärungs- und Lebensberatungsschrift «Ecce homo». Da die quantitative Nietzsche-Forschung noch nicht wirklich begonnen hat, prescht Hartmut Abendschein schon mal vor, zählt die Vorkommen, verzeichnet die Vorkommenspositionen des Wörtchens ›also‹ und diagrammatisiert diese mit One-Click-Tools. (…) Diese visuelle Studie zielt auf die Entheiligung und Reästhetisierung eines berüchtigten Textes mit Hilfe statistischen Bestecks und einem darauf beruhenden Missbrauch von Diagrammen. Die zentrale Instanz, die Nietzsche im «Zarathustra» für tot erklärt, hat übrigens auch vier Buchstaben. Das andere four-letter word, das ubiquitäre ›also‹, überlebt hingegen den Text.” (Frank Fischer)

 

Leseprobe (PDF)

 

Oktober 2018, 88 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-50-8, €14 / 17 SFr
Mit zahlreichen farbigen Abb.

 

musio / kämpfer

giuliano musio / manuel kämpfer

giuliano musio (* 1977) interessiert sich für sprachphänomene, asymmetrische gesichter und solitäre insekten. neben dem schreiben ist er als korrektor bei der »nzz« tätig. 2015 erschien im luftschacht-verlag sein roman »scheinwerfen«.
 
manuel kämpfer (* 1984) sitzt als grafiker, illustrator und lehrer für bildnerisches gestalten gleichermassen an zeichenpult und lehrerpult. zudem arbeitet er hinter dem bartresen, wo ihm immer wieder vorbilder für seine figuren begegnen.

 

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