Category Archives: etkbooks

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Visby infra-ordinaire (etkbooks 048)

Visby infra-ordinaire

listen, würfeln, finden
Elisabeth Wandeler-Deck
 
Mit einem Nachwort von Florian Neuner

 
 

Der Text inszeniert und dokumentiert „eine an die psychogeographischen Experimente der Situationisten gemahnende Methode, gewissermaßen einen Keil in die geläufige, wie von selbst funktionierende Praxis zu treiben, mit der wir uns in einer durchschnittlichen europäischen Stadt – sei es in Winterthur, in Budweis oder eben in Visby – aufgrund unseres Vorwissens und unserer Erfahrung meist mühelos orientieren können. Eine gerade Augenzahl bedeutet: nach rechts abbiegen; eine ungerade nach links. Mit einem Würfelwurf wird auch bestimmt, wieviele Blöcke man der Straße zu folgen hat. Ist der neue Standort dann erreicht, geht es um »Materialgewinnung«; Notizen und Photos werden gemacht, mit Klängen und mit Text improvisiert. Oder ein »Würfelgedicht« entsteht.“ (Florian Neuner)

 

Leseprobe (PDF)

 

März 2018, 120 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-48-5, €16 / 20 SFr
Mit durchgängigem Farbtext
 
Erratum: S. 97-101, „9“ lies „1“
 

Lesung aus Visby infra-ordinaire in der Stadt- und Kantonsbibliothek Zug, 2. Juni 2018

Präsentation zusammen mit Margrit Schenker, Akkordeon, und einer Bildstrecke „Visby, gewürfelt“ im Atelier SU, Forchstrasse 130, 8032 Zürich, 17 Uhr, 9. September 2018

Rez. von Eva Jancak in Literaturgeflüster, 3. Mai 2018

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Fehlversuche (etkbooks 047)

Fehlversuche

Kein Kinderbuch
Elke Heinemann

 

Marillenlikör, Eierlikör und vor allem zu viel Jägermeister trinkt die Mutter der sechsjährigen Elisa Mitte der 1960er Jahre Nacht für Nacht, bevor sie zu einer lautstarken Maria-Callas-Imitation anhebt, während der Vater auf einer scheinbar endlosen Dienstreise das familiäre Drama ignoriert. Das Kind erfindet für sich die Zwillingsschwester Alise und beginnt, in der dritten Person Singular seine „wahre Geschichte“ zu schreiben, die es in der Ich-Form beenden kann, als es kein Kind mehr ist. Sarkasmus und Ironie, sprachliche Verdichtungen und metaphorische Verschiebungen zeichnen die Prosa von „Fehlversuche“ aus: Ein Buch über ein Kind, das explizit kein Kinderbuch ist.

 

Leseprobe (PDF)

 

Feb./März 2018, 118 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-47-8, €16 / 20 SFr

 

Auszug in: Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik 38 (Dezember 2017/Januar 2018) Zeno

Lesung  in Auszügen. WDR 3 Lesezeichen: 20.-24.11.2017, 14.45 – 15 Uhr + WDR 3 Lesung: 25.11.2017, 15.04 -16 Uhr WDR-Lesung

Lesung  in Auszügen. NDR Kultur, „Am Morgen vorgelesen/Das erste Mal“, 8.30 – 9 Uhr, 01.07.2017 NDR-Lesung

„Synthetik und Vorbild“. Entre nous, Elke Heinemann! Telegramme, April 2018

„Aufhäufle“, In: Der Hotlistblog, 10. Mai 2018

„Was „Fehlversuche“ ist, ist eine Überraschung. Unabhängig von den Spezifika der Handlung von Kind-versus-Milieu bietet uns Elke Heinemann einen Anlass, darüber nachzudenken, ob wir es da mit einem literarischen Ausweis der Wiederkehr überwunden geglaubter gesellschaftlicher Zustände – nein: überwunden geglaubter gesellschaftlicher Sprachen über Zustände – zu tun haben (über die dann angemessener Weise in einer Fortschreibung der historisch korrekt beizuordnenden literarischen Form zu reden wäre), oder mit einer (sagen wir ohne bösen Willen:) Formstudie.“ Stefan Schmitzer in Fixpoetry, 4. Juni 2018

„Ein sarkastischer Text, bei dem es mich manchmal fror.“ hk in: P.S., 15. Juni 2018

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Die Suche nach dem Glam (etkbooks 046)

9783905846461

Die Suche nach dem Glam.

René Hamann

 

„Alltag der Schriftstellerei: Fortwährender Abgleich von Realität, Leben und Text. Verfassen von Texten über Realität, Leben und andere Texte, Verfassen von Texten zum Abgleich von Realität, Leben und Texten. Texte über Souveränität. Texte über Kalamitäten, Empathie und Notwendigkeit. Vielbücherei. Zaubern können hieße, die eigenen Misanthropien auszuleben. Menschen verwandeln, Erziehung ohne Pädagogik, Verschönerung ohne Nachfrage. Die betuchteren Gebiete der Fantasie. Tatsächlich bekommt das alles etwas sehr Unwirkliches, verglichen mit der Realität. Sitzt man vor dem Café als Texter und begegnet den Textverwaltern, den Redakteuren, stellt sich ein Gefühl von unguter Beobachtung ein. Mein Gesang wirkt schief, undeutlich, im Grunde auch lächerlich (ich hüpfe probeweise in ein anderes Leben, als könnte ich nur noch extrem). Nie wieder ungerächte Geschmacksmusterver­letz­ung­en. Eine weiche Freiheit. Ein Kuss im Baumarkt, ein Rührfilm, eine schöne Gegend mit viel Natur. Die Feuilletonisten verhandeln mit den Obstverkäufern, eine gerettete Welt. Keine Bücher in schwarzen Umschlägen, keine schwarze Pädagogik. Urheberrecht für alle.“

 

Leseprobe (PDF)

 

Oktober 2017, 116 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-46-1, €16 / 20 SFr
Mit farbigen Abb.

 

„Er schleicht durch Straßen, guckt hinterher, trinkt etwas, schiebt eine Gotische Novelle mit ein. Fesselnd und unbestechlich. (…) Hamann schreibt äußerst ökonomisch und auf den Punkt. Jeder Satz trifft, und doch ist hier kein überanstrengtes Formulieren am Werk. (…) Die zweite Unterbrechungsebene sind Lektüren von Autoren wie Lacan, Bourdieu oder Badiou. Einzelne Textstellen finden den Weg hinein. Auch sie, wie die Fotos, konstatieren auf anderer Ebene die Essenzen des Fließtexts. (…) Dazwischen liegen surreale bis zynische, stark beobachtete und verblüffend einfach dargebrachte Beobachtungen, oft in lyrisch verfremdeten Aussagesätzen. Ein für seine Kürze erstaunlich prall gefüllter Band. Er hat Aufmerksamkeit verdient.“ Jonis Hartmann in Textem, 27.05.2018

 

„Der Autor erhebt den Transit zum Dauerzustand: Egal ob in Berlin oder Kalifornien, das Glück ist immer woanders, auf dem nächsten Flug, in der letzten Strassenbahn. Wir erhalten hier ungefilterte Einblicke in Hamanns Schreib- und Gedankenprozesse, in ein Dasein im Dazwischen. «Heute war ich berühmt, morgen wieder nicht», wie es der Schriftsteller pointiert ausdrückt.“ Daniel Lüthi, „Transit als Dauerzustand“, zeitnah, 16.10.2017

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Konzeptuelle Arbeiten (etkbooks 045)

9783905846454

Konzeptuelle Arbeiten.

Derek Beaulieu

 

Derek Beaulieu ist einer der aktivsten Repräsentanten der internationalen, konzeptuellen Literatur. Dieser Band zeigt eine Auswahl seiner bekanntesten Arbeiten.

 

Von Derek Beaulieu erschienen die Gedichtbände with wax, fractal economies, chains, silence, ascender / descender, kern, frogments from the frag pool (zus. mit Gary Barwin) und Please no more poetry: the poetry of derek beaulieu (Ed. Kit Dobson). Er publizierte vier Sammlungen mit konzeptuellen Texten: flatland, Local Colour, a a novel und How To Write (nominiert für den W.O. Mitchell Award). Er ist Autor zweier Essaysammlungen: Seen of the Crime und The Unbearable Contact with Poets. Beaulieu ist Co-Herausgeber von Bill Bissetts RUSH: what fuckan theory (mit Gregory Betts), Writing Surfaces: fiction of John Riddell (mit Lori Emerson) und The Calgary Renaissance (mit Rob Mclennan). Ausserdem ist er Verleger von no press und Herausgeber von visual poetry bei UBUWeb. Beaulieus Werk wurde in Canada, den USA und Europe ausgestellt. Er ist preisgekrönter Dozent für Kreatives Schreiben und zeitgenössische Literatur. 2014–2016 war Derek Beaulieu Poet Laureate von Calgary (Canada).

 

Leseprobe (PDF)

 

Mai 2017, 118 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-45-4, €16 / 20 SFr
Mit zahlreichen farbigen Abb.
Übersetzt von Hartmut Abendschein

 

„Der Kanadier Derek Beaulieu zählt zu den vielseitigsten und produktivsten VertreterInnen der gegenwärtigen visuellen, konzeptuellen und transmedialen Poesie und es ist ein großes Verdienst der von Hartmut Abendschein gegründeten Berner edition taberna kritika, dass sie einen Band mit einem Querschnitt durch seine Werke in ihr erlesenes Programm aufgenommen hat, um sie dadurch auch dem deutschsprachigen Publikum in Buchform zugänglich zu machen.“ Günter Vallaster in: schreibpaedagogik, 23. Mai 2017

 

„Beaulieu bewegt sich auf der Grenze zwischen Text und Bild. Er legt die Fundamente von Narrativen offen und stellt es Leserinnen und Lesern frei, mittels Eigeninterpretation oder Anhaltspunkten den vorliegenden Arbeiten Bedeutung zu verleihen. Für Schätzer von konkreter Poesie und Neugierige ist der Band auf jeden Fall empfehlenswert.“ – „Die Grenzen zwischen Literatur und Kunst – Derek Beaulieus «Konzeptuelle Arbeiten»“. Daniel Lüthi in: zeitnah, 23. Juni 2017

 

Derek Beaulieu ist auf der miss read 2017, Berlin, 14.-16. Juli 2017
weitere termine:
Sep 22-24, 2017 — NY Art Book Fair, New York, NY, USA.
Sep 15-17, 2017 — Never the Same: what (else) can art writing do?, Contemporary Calgary, Calgary, AB, Canada.
Aug 31 – Sept 3, 2017 — REVERSE: Copenhagen International Poetry Festival, Copenhagen, Denmark.