kategoriearchiv: etkbooks

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nicht begonnenes fortsetzen (etkbooks)

9783905846430

nicht begonnenes fortsetzen.

Text, Kontur, Schatten
Mit einem Nachwort von Norbert W. Schlinkert
Hartmut Abendschein

 

“nicht begonnenes fortsetzen” ist ein korpuspoetisches Projekt und beschäftigt sich u.a. mit der Poetik der Textkontur. Gesammelte Texte und Aufzeichnungen eines Zeitabschnitts werden in einen Dialog mit Klappdrucken gebracht, die deren Textumriss, aber auch Dichte bzw. Flächigkeit vorgeben. Durch weitere Manipulationen und Umgestaltungen der Textkörper finden nicht nur sichtbare Veränderungen der ursprünglichen Textsemantiken statt. Das Verfahren ermöglicht es zudem, ursprünglich kleinere, unabhängige Einheiten miteinander in Verbindung zu bringen und zu grösseren, assoziativen Textgebilden bzw. metrisierten Erinnerungsgeweben zu verdichten. Die Arbeit soll für die Ästhetik und Semantik des Umrisses sensibilisieren und ist ein eposartiges, fliessendes Textambiente an der Schnittstelle von Konzeptliteratur, Bildender Kunst und Konkreter Poesie.

Der Text & die Kontur: Das Wechselspiel von Textfigur und Klappdruckfigur bei Betrachtung der Doppelseiten aus einer größeren Entfernung schlägt, sobald der Text bei Annäherung lesbar wird, förmlich um von der Form hin zu Inhalt, Bedeutung und gegenseitigem Bezug, zu einer sich erschließenden Textur. Erkenne ich einen Klappdruck als eine Art Riesenspinne von Louise Bourgeois, so finde ich in Abendscheins Textgeweben an einer Stelle eine junge Spinne ihr Netz weben, ein Frosch im Gleitflug verweist auf Frösche im Text und so weiter. Aber auch weit weniger eindeutige Bezüge ergeben sich jederzeit, überhaupt wird wohl jeder Betrachter, jeder Leser zunächst eigene Assoziationen zu den Drucken haben, denn diese springen ihrer Präsenz, ihrer Schwärze wegen so oder so zunächst ins Auge, um danach dann den gegenübergestellten Text auf ureigene Weise unbewusst zu scannen. Demzufolge kann, ja muss (dem Projekt) eine Art von Beginnlosigkeit ganz im Sinne von Botho Strauss zugeschrieben werden. Strauss schreibt: „Was wir als bewußte Wahrnehmung empfinden, ist in Wahrheit die Fokuseinstellung des Gehirns auf eigene, in einem bestimmten Augenblick besonders stimulierte interne Prozesse. Isolieren, Auswählen, Scharfstellen, Stabilisieren. Ob ich einen Gegenstand in Betracht nehme, entscheidet eine vorwillentliche Reizung, ein enzymatischer Befehl“. (N.W. Schlinkert)

 

Leseprobe (PDF)

 

März 2017, 98 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-43-0, €14 / 17 SFr
Mit zahlreichen Abb.

 
Buchvernissage “nicht begonnenes fortsetzen”. Lesung + Exkurs. Musik: DJ Benedikt Sartorius: Café Kairo, Bern, 6. April 2017

Lesung @: Hybrido Unreim, Matte Brennerei, Bern, 19. April 2017

“Bärner Gring Vol. 2″, Radio Rabe, 28. Februar 2017, >22’30″

“Nicht nur Gekleckse”. Gisela Feuz über “nicht begonnenes fortsetzen” in: Der Bund, 08. März 2017, S. 25

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to shake shake shake (etkbooks)

9783905846423

to shake shake shake.

operattles
Mit einem Essay von Rainer Nonnenmann
Christina C. Messner

 

Immer wieder suchten Künstler nach Alternativen zum großen Mahlwerk Oper. Die alte Gattung wurde parodiert, dekonstruiert, demontiert, flexibilisiert, collagiert, remixed und hybridisiert. Christina C. Messners operattles sind Winzigkeiten, zumal im Vergleich mit der sonstigen Größe von Musiktheaterwerken. Ihre “Shakespeare-Destillate” folgen einem reduktiven Konzept: Sie kommen ohne Umschweife, Schnörkel, Vor- und Nachrede sofort zur Sache, um Wesentliches mit größtmöglicher Klarheit und Prägnanz kraftvoll und ausdrucksstark auf den Punkt zu bringen, in der Hoffnung, dass sich dies auch dem Publikum als ebenso intensive, ästhetische Erfahrung mitteilt. (R. Nonnenmann)

 

Christina C. Messner lebt in Köln. Sie ist Komponistin und Musikerin und arbeitet in den Bereichen Neue Musik, Performance und Improvisation. Sie beschäftigt sich intensiv mit verschiedenen Formen der Verbindung von Musik, Sprache und Bild . Mehr … / Rainer Nonnenmann ist Professor an der HfMT in Köln und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Musik und Musikästhetik des 19. bis 21. Jahrhunderts. Mehr …

 

Leseprobe (PDF)

 

März 2017, 94 S., 13,7 x 20,5 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-42-3, €14 / 17 SFr
Mit zahlreichen Abb.

 

buchvernissage im kunstraum dellbrück, köln, 6. mai 2017
 
 
aarhus_spor_operattle
(operattle-Umsetzung auf dem SPOR-Festival in Aarhus, Dänemark)

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Über die Dummheit (etkbooks)

9783905846416

Über die Dummheit.

Kolorierte Fassung
Robert Musil

 

Wie man beginnt, ist unter solchen Umständen aber nahezu einerlei, lassen Sie uns also irgendwie beginnen: Am besten wohl gleich bei der Anfangsschwierigkeit, daß jeder, der über Dummheit sprechen oder solchem Gespräch mit Nutzen beiwohnen will, von sich voraussetzen muß, daß er nicht dumm sei; und also zur Schau trägt, daß er sich für klug halte, obwohl es allgemein für ein Zeichen von Dummheit gilt, das zu tun!
(Klappentext)

 

Robert Musils Reflektion über die Dummheit verweist auf die Aporie, diese gültig zu fassen, und findet doch Rat. Franz Schuh bemerkt, „es gibt Spezialdummheiten, die man mit relativer Intelligenz durchaus benennen kann, ohne dass man dabei dem Paradox der Dummheit verfällt.“ Mit dieser kolorierten Fassung wird der immer noch aktuelle Text verändert, ohne aber diesen zu ändern. Eine Dummheit?

 

Leseprobe (PDF)

 

September 2016, 48 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-41-6, €9 / 10 SFr

 

“Die Vernunft vor den Affekten retten.” Stefan Howald über “Robert Musil – Über die Dummheit”, 09.02.2017, WOZ
 
“Musil lässt sich bei seinen anregenden Ausführungen nicht von einer Theorie leiten, auch geht er sein Thema nicht mit einer wissenschaftlichen Methode an, vielmehr lässt er sich vom Gebrauch des Wortes in der Sprache leiten.”. Hans Durrer über “Robert Musil – Über die Dummheit”, 16.9.2016, buchkritik.at

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Il seme del piangere / Die Saat des Weinens (etkbooks)

9783905846409

Il seme del piangere / Die Saat des Weinens.

Gedichte von Giorgio Caproni
(Premio Viareggio, 1959)

 

Zweisprachige Ausgabe im Paralleltext
Aus dem Italienischen von Stefan Ruess
Mit Zeichnungen von Sabine Jansen
sowie einem Nachwort des Übersetzers

 

Mai 2016, 116 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-40-9, €15 / 18 SFr

 

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(Klappentext)
 
 
“Das flanierende Mädchen”. Giorgio Caproni und “Il seme del piangere / Die Saat des Weinens”. Nicolas Freund, Süddeutsche Zeitung, 7.6.2016.
 
“Dass der Verlag und der Übersetzer diesen Band mit Caproni-Gedichten so vollkommen gegen jeden Zeitgeist, gegen jedes Schielen auf mögliche Umsatzzahlen ediert hat, kann man nur dankbar zur Kenntnis nehmen. Dass diese Edition auch noch Neugierde auf den in Italien beliebten, im deutschen Sprachraum so gut wie unbekannten Dichter Giorgio Caproni weckt, kann man nur hoffen.” Carl Wilhelm Macke in: CulturMag, 01.09.2016
 
Europoesie: Giorgio Caproni – In die Mutter verliebt: “Die deutsche Fassung der Gedichte dieses Bandes, die von Stefan Ruess übersetzt wurden, ist – das lässt sich verallgemeinern – näher am Wortlaut der Originale als die Übertragung Helblings, die auch Sinnlücken auffüllt, Konkretes in Sinnbilder hüllt und zuweilen auch den Text mit eigenen Wortbeiträgen anreichert. Ruess hält sich strikt an die schlichte, unprätentiöse, düster-nüchterne Diktion, die nach den Kriegserlebnissen die Poesie Capronis beherrscht und schon im Eingangsgedicht anklingt.” Von Bernd Leukert. In: Faustkultur, 26.02.2017
 
 
Lesung (Stefan Ruess) & Vernissage (Sabine Jansen: Neue Arbeiten):
Samstag, 13. August 2016, 19 Uhr, kunstraum dellbrück (Köln)

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Abduktionen, Aberrationen II (etkbooks)

Abduktionen, Aberrationen II.

Rainer Hoffmann

 

Heult nur, ihr Feiglinge der Identität!
(Klappentext)

 

“Die Forderung nach Redlichkeit vermag nur eines, denn beide, Herrn H. und den Erzähler zu verfehlen. Einer irgend zu findenden oder methodisch festzuzurrenden Authentizität von Begebenheiten und deren chronologischen Auffädelung, einem Autobiographischen, wird hier nicht nachgegeben. Weder in der Art herkömmlicher Korrespondenz, realistisch, noch in der ihrer Brechung oder Vervielfältigung mittels konstruktiver oder imaginärer Manöver. Gerade diese kamen und spielten ihm immer schon zu. So blieb dem Verfasser, aus Treue zu seiner Weigerung, sich als Persönlichkeit zu begreifen, einzig die radikale Ehe mit der Idee eines Lebens, das ihn im Unvordenklichen nur verführen wollte. Und so könnten geneigte Leser, stünden sie als Trauzeugen vor diesem Altar, auf ein paar gründlich verworrenen Seiten mehr von einem Gatten erfahren als auf vielzählig herkömmlich geordneten über einen Hallodri und Hagestolz. (Auszug, Vorrede zu Blätter, arg lose)

 
Leseprobe (PDF)

 

Mai 2016, 76 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-39-3, €12 / 14 SFr

 

s.a. Abduktionen, Aberrationen I

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Kein Mensch scheint ertrunken (etkbooks)

9783905846386

Kein Mensch scheint ertrunken.

Eine Arabeske
Norbert W. Schlinkert

 

Das Eis der Zivilisation ist dünn, es bricht jeden Augenblick, und nur durch Eiseskälte schließt sich der Bruch. Ich gehe – heute, ich gehe jetzt – einige Zeit in eine Richtung und erreiche den nahezu kreisrunden See im Nordosten der Stadt, den es, das weiß ich aus einer Lektüre, seit der Steinzeit gibt. Der Mensch ist älter, denke ich, bin aber dennoch beeindruckt. Dann lenkt mich das Getöse des Verkehrs ab, der kaum zweihundert Meter entfernt, jenseits des Sees, vorüberbraust, und ich denke, auch eine besonders explosive Weltkriegsbombe hätte diesen See erschaffen können. Dagegen aber sprechen die Altbauten in unmittelbarer Nähe. Also doch die Steinzeit. (Klappentext)

 

Leseprobe (PDF)

 

Februar 2016, 74 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-38-6, €12 / 15 SFr

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Das Heimweh der Meeresschildkröten (etkbooks)

9783905846362

Das Heimweh der Meeresschildkröten.

Heterotopien der Nacht
Elisabeth Wandeler-Deck

 

“Die Donau durchfliesst Deutschland, Österreich, die Slovakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien. Für die Slovakei und Ungarn, Kroatien und Serbien, Rumänien und Serbien, Bulgarien und Rumänien bildet die Donau die Staatsgrenze, überbrückbar, kaum überbrückt, kaum durchschwimmbar, durchwatbar, unüberwindlich, trennend, tödlich, verbindend. Ihr Name wechselt von Donau zu Duna zu Dunaj zu Dunav zu Dunărea. Manchmal wurde sie auch Ister gerufen. Bei km 0 geht sie ins Schwarze Meer über und verschwindet [muss fortgeführt werden]” (Klappentext)

 

 

Elisabeth Wandeler-Deck, 1939 geboren und in Zürich lebend, lässt in ihrem Schreiben eine große Affinität zur Musik erkennen. Ihre Texte bewegen sich nicht selten vom Klanglichen gesteuert voran, den avancierteren Konzepten des Free-Jazz ähnlich. Getragen vom präzisen Treiben der Sprache sucht die ausgebildete Architektin, Soziologin und Psychologin mit ihrem Schreibansatz immer wieder frische thematische Felder auf. Dabei sind ihr Topographien der sprachlichen Erkundung wert, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In Da liegt noch ihr Schal (edition taberna kritika, 2009) beschäftigt sich Wandeler-Deck mit einer Transitroute zwischen Baar und Sihlbrugg in der Zentralschweiz, wo sich – in maximalem Kontrast zur Umgebung – ein an US-amerikanische Urbanität gemahnender “Strip” mit Raststätten, Motels usf. entwickelt hat. Das Heimweh der Meeresschildkröten – Heterotopien der Nacht bewegt vom Inn zur Donau zum Schwarzen Meer die Operndiva als Figur und Stimme. Ein vielstimmiger, von der Geschichte des Donauraums wie von dessen Topografie ebenso geprägter wie vom Wesen der Oper durchdrungener Text entstand. Ausserdem in dieser Edition erschienen: Ein Fonduekoch geworden sein (2013).

 

Oktober 2015, 262 S., 20,5 x 13,7 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-36-2, €22 / 26 SFr

 

“Bücher des Jahres (IV)”. Neue Prosa, 03.01.2016

 

Lesungen:

15. November 2015, 16 Uhr: „Wort und Musik – Zweifel, Krak und EWD“ – es lesen Elsbeth Zweifel und Elisabeth Wandeler-Deck, es konzertiert KRAK (Margrit Schenker und Valentin Vecellio). Alte Mühle, Quartiertreff Hirslanden, Forchstrasse 218, 8032 Zürich, Tram 11.

21. November 2015, 13 Uhr 30: Lesung aus “Das Heimweh der Meeresschildkröten”, Lesbar 2015, Bibliothek, Klostermühlestrasse 3, Einsiedeln. (Eine Veranstaltung von femscript )

5. Dezember 2015, 11.05: Lesung aus “Das Heimweh der Meeresschildkröten” im Rahmen von “Das Bücherjahr des ISSV“. Loge, Moosstrasse 26, Luzern

 

(…)

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Die Loesung (etkbooks)

9783905846355

Die Loesung.

Kreuzworträtsel
Aus der Reihe: etkobjects
Zusammengestellt von
Fritz Michel und Hartmut Abendschein

 

Die Beschäftigung mit einem Rätsel, insbesondere einem Kreuzworträtsel als „lesbares Etwas“, zeugt immer von einem Interesse am Durchschauen der Sprache. Als einfache Form bzw. literarische Gattung ist dieses mit dem Gedicht verwandt, das sich mit einem Bildelement, dem Rätselgitter, verbindet. Obscuritas, Curiositas, Erkenntnis sind die Schritte auf dem Weg zur Lösung. Und dabei bedarf es nur wenig Handwerkzeug: Papier, Bleistift, Radiergummi. Symbolisch steckt dahinter auch das Begehren nach einer Enträtselung der Welt. Der Lösungsprozess wird so zum Akt ihrer Entkleidung.
Der Band „Die Loesung“ bietet 36 Kreuzworträtsel mit kryptischen aber auch einfachen Rätselfragen zu kulturellem Nischenwissen. Ein spezieller Wortindex dient als Lösungsapparat. Ein Gewinnspiel rundet das Werk ab. „Die Loesung“ liefert in dieser Form die Möglichkeit, Wissens- und Vertrautheitsressourcen zu aktualisieren und neue Denkstile, Sprachstile und Bilder zu entdecken.

 

August 2015, 86 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-35-5, €6 / 8 SFr

 

Informationen zum Gewinnspiel: Ermitteln Sie das Masterlösungswort – es ist auch die Losung der edition taberna kritika – und senden Sie dieses bis 31.12.2015 zusammen mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse an info@etkbooks.com. Die Glücksfee ermittelt aus den richtigen Einsendungen 3 GewinnerInnen eines Jahres-Abos der Edition. Weitere Hinweise dazu im Buch.

 

“(…) Ein Gewinnspiel rundet das Werk ab. Was wollen Sie mehr von einem Buch?” Walter von Rossum in: Gutenbergs Welt, 6.09.2015

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Flarf Disco (etkbooks)

9783905846348

Flarf Disco.

Popgedichte
Hartmut Abendschein
Mit einem Intro von Benedikt Sartorius*

 

krokodile geister hardware
farben der lenkung
verstehe ich nicht
und auch nicht
das blasen im wind
(Klappentext)

 

Flarf Disco folgt einem konzeptuellen Ansatz. Aus der vollständigen Sammlung von 120 Musik-CD-Samplern einer Zeitschrift für Popkultur und -theorie („Spex“, Jahrgänge 2000-2014) wurden die Musiktitel extrahiert und – wo nötig – ins Deutsche übertragen. Das so destillierte Wortmaterial wurde als (exemplarisches) Spracharchiv bzw. Korpus einer zeitgenössischen Popsprache verstanden und verwendet. Unter Anwendung diverser Montageverfahren und -techniken der Verdichtung und in mehreren Bearbeitungsstufen entstanden daraus Gedichte und Stimmungsbilder, die sich in Themenfeldern wie Jugend/Alter, Geschlecht/Gender, Musik, Identität, Urbanität etc. bewegen.

 

Mai 2015, 98 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-34-8, €14 / 17 SFr

 

Buchtaufe: 21. Mai 2015. “Flarf Disco” (Hartmut Abendschein mit Benedikt Sartorius im Café Kairo, Bern)

Vorstufen und Textbausteine im Blog.

Die Edition dankt dem Migros Kulturprozent.

*Benedikt Sartorius (*1983) schreibt als freischaffender Musikjournalist für verschiedene Medien, arbeitet als Redaktor der Musikzeitung «Loop» und betreibt auf seiner Website einen Musikblog. Mehr…

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“Disco this way, this go that way” Matthias Hagedorn in: Kulturnotizen, 17.09.2015

“Flarf funktioniert als Protest gegen zuviel Kontext und zu pompöse Sinnträgerei. Dabei perpetuiert er im Ernst die Kontext- und Sinn-Felder, die er im Spiel suspendiert. Hartmut Abendscheins “Flarf Disco” ist in dieser Hinsicht guter Flarf. Wenn denn “guter Flarf” eine mögliche Aussage sein sollte.” In: “Bingo spielen in der Disco”. Rez. von Stefan Schmitzer in fixpoetry, 03.9.2015

Flarf Disco ist anstrengend, schweißtreibend und manchmal muss man verschnaufen oder ist aus dem Takt. Das gehört bei Abendschein mutmaßlich zu seinem speziellen Flarf. Nach Dirk Schroeder trägt er damit nicht nur zur Verbreitung eines interessanten Lyrik-Konzepts in Deutschland bei, er verändert es auch: Entlang des CD-Turms voller Spex-Papierhüllen zieht die Popmusik der 2000er-Jahre vorbei und kommt, in guter Lyrik verpackt, neu zu Gehör.” In: “Der hohe Ton des Funkenkönigs”. Rez. von Julian Gärtner in literaturkritik.de, 27.8.2015

“Sieben Fragen an Hartmut Abendschein”. Interview mit Maximilian Pahl in: Der Bund, 21.5.2015

“Kulturtipps”. In: Berner Kulturagenda, Nr. 21, 2015

“flarf disco” in “Subkutan” (Radio Rabe), 17. Juni 2015

“«Flarf Disco» muss man nicht mögen, darf man auch merkwürdig finden, doch seine Originalität steht ausser Frage.” Daniel Lüthi in zeitnah, 19.07.2015

“Die nähere Beschäftigung mit der Entstehungsgeschichte des Flarf, mit den Hintergedanken der Autoren beim Verfassen ihrer Werke und besonders die Durchleuchtung von Flarf Disco. Popgedichte hat mir jedoch gezeigt, dass Flarf-Gedichte keineswegs alle gleich sind. Bei flüchtiger Betrachtung mögen Flarf-Gedichte zwar als wirr zusammengewürfelter Haufen von Wörtern und Phrasen erscheinen. Nichtsdestotrotz ist jedes einzelne Flarf-Werk für sich ein eigenes, neues Kunstwerk und zwar dadurch, dass es eine eigenwillige Kombination von bereits Bestehendem darstellt. Nicht nur dadurch, dass jedes Flarf-Werk in seinem Entstehungsprozess verschiedenste Stadien durchläuft, die es immer wieder neu prägen und formen, sondern auch dadurch, dass jeder Autor und jede Autorin immer doch eine gewisse persönliche Note einbringt, die letztendlich jedes Flarf-Gedicht zu etwas Neuem macht.” Vera Aschbacher: Flarf-Poetry. Am Beispiel von Hartmut Abendscheins Flarf Disco. Popgedichte. (Seminararbeit, WS 2015/16, Uni Innsbruck, S.16)

“Flarf Disco. 3 Popgedichte” in: METAMORPHOSEN 13, Magazin für Literatur und Kultur, April 2016

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irgendwann vielleicht (etkbooks)

9783905846331

irgendwann vielleicht.

Prosa
Li Mollet

Das Rot der wilden Rebe kündigt kurze Tage an, Kastanien und Katarrh. Die Schmetterlinge verpuppen sich an feinen Zweigen. Alltägliches kann betrachtet werden. Mängel sind geduldet. Vorläufiges ist gegeben. Irritation unvermeidlich. Erhofft wird die Möglichkeit der Metamorphose. Bei so viel Überfluss, sagt jemand, lohnt es sich, asketisch zu leben. Mein Versuch, die Welt im Kopfstand zu betrachten, scheitert an den fallenden Falten meines Kleides. Auch diese Blackbox geizt nicht mit Bildern. Man kann sich zum Veränderlichen verhalten, sagt er und reibt sich einen Fleck vom Ärmel. Das könnte immer wieder geschehen, die Wiederholung des Ähnlichen, sage ich. (Klappentext)

In Li Mollets Prosaband „irgendwann vielleicht“ wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Das schauende Ich öffnet sich breiten Wahrnehmungsfeldern. Sein Gegenüber, das fiktive Er und die anderen Personen spiegeln biografische, historische, soziologische und alltägliche Konfigurationen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen.

 

April 2015, 118 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-33-1, €16 / 20 SFr

 

Lesungen: 9. April 2015, Bern. Li Mollet mit Nico Bleutge in Aprillen / 16. April 2015 im Cabaret Voltaire, Zürich

Die Edition dankt der Burgergemeinde und dem Kanton Bern sowie dem Migros Kulturprozent.

 

“Die Minute vor dem Wunder.” Nico Bleutge in: Stuttgarter Zeitung, 05.02.2016

“Am größten ist vielleicht Li Mollets Lust, sich selber Wörter auszudenken. Was ein “Flüsterabstand” ist, was ein “Winterbote” oder “Reifenschleifen” sind, kann man aus diesem beweglichen kleinen Buch erfahren.” Nico Bleutge in Süddeutsche Zeitung, 21.12.2015

“Li Mollet schafft es, gleichzeitig Ruhe, eine Art Heiterkeit und auch Nachdenken über das Leben, über die Welt zu besorgen. Alles ist pure Notwendigkeit, pure Literatur. In ein paar Wörtern werden innere und äussere Landschaften gemalt.  Es ist ganz wunderbar.”  (Cécile Wajsbrot)

“Mollets «irgendwann vielleicht» ist verschriftlichtes Gedankenspiel, ein Moment am Fenster, wo wir Kindern draussen beim Ballspielen zusehen, während auf dem Herd langsam der Speck zu braten beginnt. ” Daniel Lüthi in: zeitnah, 31.05.2015