Tag Archives: prosa

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urban studies (etkbooks a.r.)

9783033013049

urban studies

texte, entwürfe, skizzen
von Markus A. Hediger & Hartmut Abendschein
mit Illustrationen von Carla Zacheu

Wie jede andere Stadt erzählt auch diese Geschichten, Episoden, Affären, streut Gerüchte und lügt wie gedruckt. Doch anders als die anderen Städte wiederholen sich die Begebenheiten in dieser Stadt. Sie erzählt dieselben Geschichten wieder und wieder und immer in derselben Reihenfolge und stets mit denselben Worten, sie läßt sie in den immer gleichen Strassen und Gassen sich zutragen, läßt Liebende in identischen Schlafzimmern und Parkanlagen wiederholt sich lieben, ohne daß ein Grashalm unter dem Gewicht ihrer Liebesschwüre nachgäbe oder ein neuer Schwur dem Liebesspiel frische Falten in die Laken würfe.

 

Sept. 2007, 149 S., 19 Abb., 22,9 x 15,2 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-033-01304-9, €13.00

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Gestell und Ungestalt (etkbooks 007)

9783905846072

Gestell und Ungestalt.

Fassung erster Hand
Rainer Hoffmann

Nennen wir es augenblickliches, erstes Schreiben, erste Sprache der Erinnerung – ihre grünen Früchte … Momentum: das Noch-Nicht-Geronnene – als suche, beginne das Schreiben, gerade jetzt eine Form zu finden, oder als dürfe, könne es selbst bleiben, verharren, einen Augenblick in der unendlichen Fülle, in der Brüchigkeit und Flüchtigkeit seines Stoffs: sich fremd in dessen Ungestalt. … Die Zeit – kurz nach dem Ereignis, den Zwischenfällen, Begebenheiten, nahe ihrer Wahrnehmung, ihrer Beobachtung. Die Zeit – kurz vor der Ablagerung, Verschüttung oder gar ihrem Verschwinden. Die Zeit vielleicht noch vor der Skizze. …Nicht der Stoff im Hinblick auf ein Thema, Motiv. Belanglose Folge. Ohne Absicht, ohne Zweck, ohne Linie – sein Eigensinniges und Eigentätiges: sein Zufälliges, Unbändiges, Diffuses. … Nicht der Glaube an die Freiheit (oder gar Unschuld) dieses Augenblicks – der Wille zum Unmittelbaren erliegt zuerst dem Zwang. Das Unmittelbare – seltsames Begehren, merkwürdig fixe Idee – flieht unserem Bewußtsein immer schon voraus in die Unendlichkeit …  Der Glaube aber an die Neugier der Sprache – auf die Leichtigkeit der Ordnung, die dunkle Organisation des Erinnerns, die Ästhetik seiner Augenblicklichkeit. … Ich berichte nicht. Ich analysiere nicht. Ich eigne mir nichts an. Ich liefere mich aus … – einer unmöglichen Erzählung des Erinnerten. (Ihre Unmöglichkeit ließe sich definieren, über folgenden Ort: eines Schreibens ausschließlich von innen her.) … Vor diesen wenigen Pfählen am Abgrund beginnen. Den wahnwitzigen, den paradoxen Versuch, inmitten eines jungen Erinnerns teilnehmend nachzubilden, wie dort verwandelt geschieht, was geschah. Und daher niemals so geschehen ist. Jede Erinnerung vergeht, bleibt einmalig, im Nu. (Klappentext)

 

September 2009, 84 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-07-2, €10 / 16 SFr

 

Leseprobe im Weblog

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Franz Kafka – Kleine Formen (etkbooks 010)

9783905846102

Franz Kafka – Kleine Formen.

Gesammelt und gelesen von
Fritz Michel und Hartmut Abendschein
Coverillustrationen: Sabine Jansen

 

März 2010, 76 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-10-2, €10 / 16 SFr

 

 

 

 

Problemperformance: Werk, Gattung, Text, Autorschaft, Rezeption, Edition, Ikonographie

 

 

 

Literaturtheorie, praktisch: Franz Kafka – Kleine Formen

 

Franz Kafka, Kleine Formen from hab on Vimeo.

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Abduktionen, Aberrationen I (etkbooks 015)

9783905846157

Abduktionen, Aberrationen I

Aufzeichnungen
Rainer Hoffmann

“Das Helle zieht mich tiefer hinab.” (Klappentext)

 

April 2011, 58 S.,
19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-15-7, €10 / 14 SFr

 

 

Die Geister kennen das Orakel nicht mehr.

Die dümmste und beliebteste Ideologie war noch immer, vorzugeben, keine zu haben.

Im Okkulten wirds immer enger und grauer. – Die Sterne spiegeln längst zauberlos ihre Träume. Die Geister kennen das Orakel nicht mehr. Und auch das Göttliche nehmen sie schon in ihre Krämerhand wie einen Würfel. Alles Übermächtige hat ihnen Antwort zu geben, rätsellos und prompt.

Den zeitgenössischen höheren Wesen fehlt der Eigensinn.

Sie sind die Angestellten im Himmel. Sie erledigen ihre Aufgabe gewissenhaft: den ungeduldigen Anrufern über deren Schicksal – über Karrierechancen, die Glückszahlen fürs Lotto und eine baldige Bekanntschaft mit gemeinsamer Urlaubsreise Bericht zu erstatten.

Die Anbetung des Reifen, die Herbstgesänge der Menschen ekeln mich. – Schon die Saat ist zugerichtet, schon in ihr spannt sich der Zweck. Was der Ernte entgeht, was auf den Feldern nicht lohnt – was aus diesem Nutzlosen gegen sie treibt und schießt … – Unkraut! Es wuchert voller Gift in mir!

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