Category Archives: etkbooks

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Merz Material (etkbooks 059)

Merz Material

Druckbelege aus der Sammlung Haller
Brigitte Bättig (Hg.)
 
Mit zahlreichen Farbbildern und
einem Nachwort von Brigitte Bättig
 
 
 

Als “Fundgrube für bernische Kulturgeschichte” bezeichnete Hans Bloesch, Oberbibliothekar der Stadt- und Hochschulbibliothek Bern, die über 100 Folianten mit Druckbelegen der Druckerei Haller, die er in den 1920er-Jahren im Dachstock der Bibliothek Münstergasse entdeckte. Es sind Druckaufträge, welche das Verlagshaus in den Jahren 1800 bis 1859 – von 1815 bis 1831 als hochobrigkeitliche Druckerei – für Kirche und Staat, für Handel und Gewerbe, für die bernische Unterhaltungskultur sowie Privatpersonen ausführte. Bloesch zerlegte rund 20 Folianten der Jahre 1800 bis 1824 und ordnete sie thematisch und chronologisch. Zwei Jahrhunderte später betrachtet sich dieses Material nun auch als “Merzkunst” oder visual poetry avant la lettre.

 
Leseprobe (PDF)
 

Oktober 2020, 122 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-59-1, €16 / 20 SFr

 

 

Weitere Informationen und digitalisierte Bilder der Sammlung Druckbelege Haller finden sich auf der Webseite der Universitätsbibliothek Bern: www.unibe.ch/ub/haller

 
“Was für ein Theater!”. Simon Wälti über die Sammlung Druckbelege Haller in Der Bund, 01.03.2019

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kiosktexte (etkbooks 058)

kiosktexte

Julia Haenni
 
Mit einem Nachwort von Fadrina Arpagaus
 
 
 
 
 
 
 
Julia Haennis Texte kommen direkt zur Sache. ”kiosktexte” versammelt solche, die allesamt in Auftrag gegeben wurden. Oftmals akquirierte die Autorin diese an einem kleinen, kioskartigen Ort und liess sich von den Auftraggeber*innen überraschen. Sachtext, Sprechtext, Jubelode, Trauerschrift, Konkrete Dichtung, Gedankenprosa, Raumreflektion, Festivalmotto, Haiku, Tattoosujet, in Mundart oder Schriftdeutsch … so heterogen die Textbestellungen auch waren, stets nahm Haenni nie Abstand vom eigenen, schreibenden Ich, sondern platzierte genau darin ihre unumwundene, kantige Poetik.
 
Leseprobe (PDF)
 
 
Oktober 2020, 110 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-58-4, €15 / 18 SFr
 
“Suppensongs und Lurchenhymnen”. Sandra Dalto in der Berner Kulturagenda über “kiosktexte” von Julia Haenni. 7.10.2020
 
“Julia Hännis Kiosktexte”. Gisela Feuz: Julia Hänni liest für RaBe. Radio RaBe, 8.10.2020

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Henzi Sulgenbach (etkbooks 057)

Henzi Sulgenbach

Ein Lessing-Implantat
Martin Bieri
 
Mit einem Nachwort von Ariane von Graffenried
 
 
 
1749 missglückte in Bern ein Aufstand unter der Führung von Samuel Henzi. Und Gotthold Ephraim Lessing missglückte ein Theaterstück über diesen Aufstand. Nun hat der Berner Autor Martin Bieri Lessings Fragment „Samuel Henzi“ fertig geschrieben. Aber nicht als Drama, sondern als Spaziergang entlang des Sulgenbachs, an dem sich Henzi und seine Mitverschwörer trafen. „Henzi Sulgenbach, ein Lessing-Implantat“ ist psychogeographische Einpflanzung, literarische Begehung eines unsichtbaren Gewässers und Erinnerung an den gescheiterten Berner Revolutionär Samuel Henzi: Ein Buch über das Verschwinden in Schönheit und das unvollendete Vergessen.
 

Leseprobe (PDF) (mehr …)

 

März 2020, 112 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-57-7, €15 / 18 SFr

 

“In diesem kleinen Buch wird genau geschaut und tief gegraben. «Henzi Sulgenbach» ist subversiv im Wortsinn.” Alexander Sury in: Ein vergessener Verschwörer, Der Bund, 17.02.2020

“Viele Meter unter der Stadtlandschaft fliesst er, der Sulgenbach, und Bieri, ein literarischer Wünschelrutengänger, ahnt die «Schönheit des unruhigen Untergrunds». Zwar wird der Bach in Rohren und Kanälen gezähmt, doch das Wasserkraftwerk im UG des Verwaltungsgebäudes «Titanic» (Haltestelle Sulgenau) hat er lahmgelegt: zu viel Geschiebe. Man freut sich beim Lesen über diese Sabotage, identifiziert sich mit dem Bach, nachdem man ihm von der Quelle am Längenberg mäandernd durchs Köniztäli bis nach Bern gefolgt ist, wo er in den Untergrund gezwungen wird.” Tina Uhlmann in “Lebensadern aufspüren”, Berner Zeitung, 09.03.2020

“Das ist die Leistung von Bieris Essay: dass er das Bewusstsein schärft für die sinnverändernde Gewordenheit des heute Sichtbaren – und Interesse weckt für all das, was irgendwann und irgendwo zum Verschwinden gebracht worden ist. Das Buch ist eine Einladung zu fragen: Warum ist es so, wie es ist? So zu fragen ist eine Wurzel des politischen Denkens.” Fredi Lerch in: Wo genau floss Henzis Sulgenbach?. Journal B, 31.03.2020

“Bieri, ein Sulgenbachquartierkind, erschuf mit seinem neuesten Werk eine Miniatürstudie seines Heimatgewässers und der dazugehörenden Geschichte. Doch ist es weit mehr als eine nostalgische Hommage. So nennt er selber seinen Text eine «spaziergangswissenschaftliche Phänomenologie» – und das Literaturverzeichnis kurz vor dem hinteren Buchdeckel gleicht auch eher dem einer wissenschaftlichen Arbeit.” Vera Urweider in: Von vergessenen Helden und versteckten Gewässern. Berner Kulturagenda, 16.04.2020

“Die Figur Henzi wird gerne verschwiegen, weil seine Hinrichtung eine unrühmliche Episode in der Berner Geschichte darstellt. Der Sulgenbach verläuft auf städtischem Gebiet weitgehend im Untergrund und Lessings Dramen-Fragment verschwand wegen seiner Unvollständigkeit in der Schublade.” Martin Bieri im Gespräch mit Gisela Feuz. Radio RaBe, 10.06.2020

“Man muss den Dägen in der Faust und nicht die Fädern in der Hand haben.” Rezension von Katharina Knorr in Literarischer Monat, Juli 2020

“Psychogeographische Studien am Sulgenbach”. Von Martin Bieri. HKB-Zeitung, 3/20

“Ein Gespräch mit Martin Bieri über das Verschwinden und Wiederauftauchen von Bachläufen, Revolutionär*innen und darüber, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt.”. en masse Podcast, Talk 1: Die da obe!, 15.10.2020

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Tauge/Nichts (etkbooks 056)

Tauge/Nichts

Erzählender Essay
Norbert W. Schlinkert
 
Mit einem Nachwort von Martin A. Völker
 
 
Um nichts in der Welt darf ein Taugenichts dort bleiben, wo ihn sein Taugenichtssein ereilte, wo es ihm zugefügt worden ist. So verlässt er, sich zu retten, die heimatlichen Gefilde und sucht sein Glück anderswo. Doch der Schlinkertsche Taugenichts ist, im Gegensatz zu dem des Joseph von Eichendorff, weder naiv noch leichtgläubig. Dennoch aber jagt ein unglaubliches Abenteuer das andere, während er immer mehr in den Bann der eigenen Gedanken gerät. Er erinnert sich, an die Eltern, seine Jugend in der Provinz, aber auch an das Entdecken all der Taugenichtse in Romanen und Filmen, über die er staunt und von denen er lernt, bis ihm endlich luzide vor Augen tritt, welch eigene Haltung zur Welt er hat entwickeln müssen, um ganz und gar eines zu sein: Taugenichts.

 

Leseprobe (PDF)

 

März 2020, 96 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-56-0, €14 / 17 SFr

 

Optimistischer Fatalismus. Im Tauge/Nichts von Norbert W. Schlinkert. Alban Niklolai Herbst in: Die Dschungel. Anderswelt. 19.02.2020

“Norbert Wilhelm Schlinkert kennt sich mit dem Absurden aus. Sein Buch „Tauge/Nichts“, das sich auf Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ bezieht, hat Alban Nikolai Herbst begeistert und geschmerzt. Und er hat einen erheblichen Gegenwartsbezug geltend gemacht. Schlinkerts Held ist kein romantischer Taugenichts, sondern ein moderner Tunichtgut.” – “Nichts taugt m e h r !”: in: Faust-Kultur, 01.03.2020

“Absolute Leseempfehlung für diesen Band, der sich einem aktuellen und wichtigen Thema im Dreiklang auf drei Ebenen widmet: auf der persönlichen, der literarischen und über den Essay von Martin A. Völker der gesellschaftspolitischen.” Hanna Bertini in: “Von der Rebellion gegen die Verwertbarkeit”, Lovelybooks, 07.03.2020

“Schlinkert bewegt sich also mäandernd durch die Literaturgeschichte, in einer Art, die dem Effizienzwahnsinn das Flanierende entgegensetzt.” Jan Kuhlbrodt, Literatenfunk, 21.03.2020